Deutsche Meisterschaften U23/U18 - Wattenscheid
Große Emotionen in Bochum
Mit Höhen und Tiefen endeten die Deutschen U18-Meisterschaften in Bochum für die Athletinnen und Athleten des TSV Zirndorf – am Ende überwog jedoch die große Freude.
Als Deutschlands Jahresbeste im Weitsprung reiste Amelie Giese als eine der Top-Favoritinnen nach Bochum. Die Voraussetzungen waren jedoch alles andere als ideal: Nach dem Länderkampf in Brixen verhinderten Schmerzen im Fuß über mehrere Wochen eine optimale Vorbereitung. Das Training war nur eingeschränkt und alternativ möglich und das Vertrauen in den Sprungfuß entsprechend noch nicht vollständig zurück. Dank der Unterstützung durch Physiotherapeutin Katharina Schramm fasste Amelie den Mut, sich trotz Schmerzen der Herausforderung zu stellen.
Amelie zeigte am Sonntag im Lohrheidestadion großen Kampfgeist. Lediglich die fehlende Konstanz im Anlauf verhinderte an diesem Tag eine noch bessere Platzierung – ihre weitesten Sprünge waren ungültig, während bei den gültigen Versuchen wertvolle Zentimeter am Brett liegen blieben. Unter diesen schwierigen Voraussetzungen ist der achte Platz bei den Deutschen Meisterschaften eine starke Leistung und ein weiterer Beleg ihrer außergewöhnlich konstanten Saison.
Die schönste Nachricht folgte nach dem Wettkampf: Da neben der Deutschen Meisterin keine weitere Athletin die Sechs-Meter-Marke übertraf und insgesamt nur zwei Springerinnen die Nominierungskriterien erfüllten, reichte Amelies bereits zuvor erfüllte Norm für die Nominierung zu den U18-Europameisterschaften.
Damit geht für sie ein großer Traum in Erfüllung. Amelie wird Deutschland international vertreten und schreibt gleichzeitig Vereinsgeschichte: Erstmals seit vielen Jahren wird eine Athletin des TSV Zirndorf bei einer internationalen Meisterschaft das Nationaltrikot tragen. Diese Nominierung ist der verdiente Lohn für eine herausragende Saison, auf die sie und Trainerin Tina Pröger mit großem Stolz zurückblicken kann.
Auch Benedikt Dörr zeigte in Bochum eine starke Leistung über 110 Meter Hürden. Obwohl er erst seit sieben Monaten wieder gezielt im Hürdensprint trainiert und zuvor vor allem im Sprungbereich zu Hause war, bestätigte er seine guten Vorleistungen. Ein etwas unruhiger Rhythmus kostete zwar noch wertvolle Zehntelsekunden, dennoch zeigte er, dass er auf nationalem Niveau konkurrenzfähig ist und sich auf einem sehr guten Weg befindet.
Der TSV Zirndorf gratuliert beiden Athleten herzlich zu ihren Leistungen und wünscht Amelie für die U18-Europameisterschaften in Rieti, Italien (17-19.07.) viel Erfolg.
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- Tanja Baumann
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