Erfolgreiches Wochenende für das Zirndorfer Team
Mit einem achtköpfigen Aufgebot reiste das Zirndorfer Team zu den Bayerischen Hallenmeisterschaften nach München und zeigten zum ersten Winterhöhepunkt eine top Form. Am Ende standen sieben Medaillen zu Buche – ein starkes Ergebnis, das die Breite und Qualität der Trainingsgruppen eindrucksvoll unterstreicht.
Tag 1 – Zwei Landestitel, starke Sprints und wertvolle Erfahrungen
Früh am Samstagmorgen startete Amelie Giese über die 60 m Hürden in den Wettkampf. Als Vorlaufschnellste bestätigte sie ihre Favoritenrolle und steigerte sich im Finale auf eine neue Bestzeit von 8,54 s – der erste bayerische Meistertitel des Wochenendes.
Im Weitsprung setzte sie ihre Erfolgsserie fort: Mit 5,74 m sicherte sie sich souverän ihren zweiten Landestitel. Trotz eines langen Tages stellte sie sich anschließend noch der Konkurrenz über die 60 m flach. In 7,84 s verpasste sie das Podest um eine Hundertstel und wurde Vierte. „Meine Beine sind müde“, kommentierte sie nach dem kräftezehrenden Programm. Aus diesem Grund verzichteten die Trainer später auf einen Start der 4x200 m Staffel.
Dörr sammelt Erfahrung – Disqualifikation nach Rhythmusverlust
Für Benedikt Dörr verlief der Tag weniger glücklich. Als „Neu Hürdler“ stellte er sich der Hindernisstrecke, kam jedoch aus dem Rhythmus und konnte das Rennen nicht regelkonform beenden. Die Disqualifikation war ein Rückschlag, aber zugleich eine wertvolle Erfahrung für kommende Wettkämpfe.
Am späten Abend griff Neuzugang Christiane Hecht über die 800 m ins Geschehen ein. In 2:25,38 min zeigte sie eine solide Leistung, haderte jedoch etwas mit ihrem Rennverlauf. Im Mittelteil fehlte ihr das Vertrauen in die eigene Stärke, sodass sie das Führungsduo ziehen ließ. Am Ende trennten sie lediglich drei Sekunden von Platz zwei.
Auch die beiden Horizontalspringer präsentierten sich in München mit ansprechenden Leistungen. Antonia Sörgel zeigte im Weitsprung eine solide Serie und landete mit 5,40 m auf dem achten Platz. Im Dreisprung, wo sie bei 11,08 m gelandet ist, erreichte sie den vierten Rang. Lenny Zechentmayer startete vielversprechend in den Weitsprung und zeigte zu Beginn mehrere Sprünge jenseits der Sechs-Meter-Marke. In der entscheidenden Phase fehlte jedoch das nötige Quäntchen Glück: Drei ungültige Versuche verhinderten eine weitere Steigerung. Mit 6,16 m aus den gültigen Versuchen belegte er schließlich Rang 6.
Tag 2 – 400 m vor 200 m: Zirndorfer nutzen die Rarität perfekt
Die "Bayerischen" sind dafür bekannt, dass die 400 m vor den 200 m ausgetragen werden. Für die Zirndorfer Athleten, deren Fokus auf der doppelten Hallenrunde liegt, war dies nahezu ideal.
Für Mika Gutsche begann der zweite Wettkampftag mit einem echten Ausrufezeichen. Über die 400 m stellte er in der Halle seine Outdoor Bestzeit ein – ein bemerkenswerter Beweis seiner aktuellen Form, gerade auf der engen Münchner Bahn. In 49,64 s lief er mutig an, musste sich am Ende nur dem spanischen Athleten aus Markt Oberdorf geschlagen geben und gewann Silber.
Wenige Stunden später stand er erneut an der Startlinie – diesmal über 200 m. Trotz der Belastung vom Vormittag zeigte er sich erneut stark, gewann seinen Lauf souverän und verbesserte seine persönliche Bestmarke auf 22,49 s.
Auch Eni Kuske nutzte ihren Doppelstart perfekt aus. Über die 400 m wollte sie nicht nur ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen, sondern aktiv angreifen – und genau das tat sie. Mit einem dominanten Sololauf setzte sie sich früh ab und gewann in 55,84 s, rund zwei Sekunden vor der Zweitplatzierten.
Im Anschluss folgten die 200 m, im Vergleich zur "Nordbayerischen" zeigte sie sich deutlich verbessert und lief in 24,89 s nahe an ihre Bestleistung heran. Diese Leistung wurde mit Bronze belohnt und rundete ihren starken Doppelstart perfekt ab.
Baumann mit Bestleistung und Hochsprung Drama
Katharina Baumann startete am Morgen im Dreisprung und sprang mit 9,91 m eine neue persönliche Bestleistung. Die 10 Meter Marke rückt damit in greifbare Nähe.
Am Nachmittag folgte der Hochsprung der W15. Mit fehlerfreien Sprüngen bis 1,53 m arbeitete sie sich souverän nach oben. Bei 1,59 m übersprang sie die Höhe, musste jedoch mehrere Fehlversuche hinnehmen. Aufgrund der Fehlversuchsregel wurde sie trotz höhengleichem Ergebnis mit der Konkurrentin aus Fürth auf Rang 3 verwiesen. Am Ende dennoch eine Steigerung der Bestmarke um fünf Zentimeter und Bronze.
DM-Normen on top
Seit dieser Hallensaison müssen die Normen für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften bereits innerhalb derselben Saison erbracht. Für das Langsprint Duo Mika Gutsche und Eni Kuske war dies ein klar definiertes Ziel. Beide nutzten ihre starken Leistungen über 200 m und 400 m, um die geforderten Qualifikationszeiten souverän zu erfüllen. Damit können sie nun fest mit Sindelfingen und der Teilnahme an den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften U20 planen.
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